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Rokokokirche Altarraum Diesen Text vorlesen lassen

Seit dem 24. März 2009 sind nun die Sanierungsarbeiten im Altarraum unserer Kirche im Gange. Die Arbeiten werden von der Firma Albertoni aus Eisenach ausgeführt.

Zu Beginn der Arbeiten stand die Sichtung des Zustandes des Untergrundes im Vordergrund.

Als nächster Schritt wurden die alten Sandsteinplatten, die über die Jahrhunderte Schäden davon trugen, entfernt.
Zu diesem Zeitpunkt kam es stellenweise zu Bodenabsenkungen im Altarraumbereich. Glücklicherweise hielten sich die Schäden in Grenzen. Die Bodenabsenkung kam dadurch zu stande, weil sich unter dem Altarraum eine Gruft aus der Vorgängerkirche befindet.

Neben der Entfernung der Sandsteinplatten mussten auch noch die Heizungsschächte, die in der Mitte des vorigen Jahrhunderts angelegt wurden, wieder zurückgebaut werden. Schwierig waren die Öffnungen dieser Schächte, die mit zentnerschweren Betonabschlüssen versiegelt wurden. Bei der Öffnung zeigten sich keine weiteren Schäden, sei es nun durch weitere Seiteneinbrüche oder durch Feuchtigkeit.

Die Steinmetze der Firma Albertoni haben den Grund des Bodens für die Verlegung der Sandsteinplatten, die aus Seebergen bei Gotha stammen, vorbereitet.

Die ersten Reihen sind neu verlegt und wir können damit rechnen, dass der Altarraum zur Konfirmation in diesem Jahr wieder begehbar ist.

 

Bilder von den Sanierungsarbeiten des Altarraumes

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Langversion des Textes:

 

 

140 Mill. Jahre alter Sandstein - Rokokokirche St. Georg in Berka vor dem Hainich

 

Seit dem 24. März sind die Steinmetze der Firma Albertoni aus Eisenach vor Ort. Zuvor hatten fleißige Hände aus der Nachbarschaft der Kirche eine Balkenkonstruktion errichtet. Die daran befestigte Folie umschließt den Altarraum und schützt so den Kirchenraum vor Staub und Schmutz. Der Bereich des Altarraumes wurde freigeräumt. Somit waren die Voraussetzungen geschaffen, damit die Steinmetze ihre Arbeit beginnen konnten.

Die Arbeiten begannen mit dem Herausbrechen der alten und defekten Sandsteinplatten. Diese waren in den Zeiten des Mangels mit Beton behelfsmäßig repariert worden.
Nach Aussagen der Steinmetze stammt der Sandstein aus dem Bruch bei Krauthausen/ Madelungen.

Bei diesen Arbeiten zeigte sich wieder, dass bei Bodenarbeiten in einem solchen alten Gebäude immer wieder mit unplanmäßigen Zwischenstopps zurechnen ist. Die alten Sandsteinquader wurden entfernt und schon gab der Untergrund des Altarraumes nach. Obwohl sich in diesem Bereich der Kirche eine Gruft befindet, kam es glücklicherweise zu keinen größeren Absenkungen. Die zu festigenden Bereiche wurden fachgerecht verfüllt und stabilisiert.

Neben der Herausnahme der Sandsteinblöcke wartete auf die Steinmetze noch eine weitere Aufgabe. Die Stützbalken, die die Stände unter den Logen und die Seitenaufbauten des Kanzelaltars stützen, waren komplett zerfallen. So betätigten sie sich nun auch als Zimmermannsleute. Die Balken wurden fachgerecht erneuert und werden sicher eine ganze Weile standhalten.

Nun begab man sich an den Rückbau der alten Heizungsschächte, welche vor Jahrzehnten unterhalb des Altarraumes eingerichtet wurden und den Kirchenraum vom Heizungskeller aus mit Warmluft versorgten. Beim Bau der Kellers und der Schächte wurden einerseits die alte Gruft in ihren Abmessungen sehr stark reduziert (eine Mauer eingezogen) und andererseits der Fußboden des Kirchenraumes an zwei Stellen aufgebrochen.
Nun galt es diese alten Schächte, zu öffnen und wieder zurückzubauen. Die Öffnung der Schächte begann mit dem Aufhebeln der zentnerschweren Abschlussplatten. Der Innenraum ist trocken, ein gutes Zeichen. Zur Stabilisierung der Hohlräume wurde Kies eingefüllt.

Die fachgerechte Auslegung der Sandsteinplatten, die in Seebergen bei Gotha gewonnen wurden, lief zügig voran. Die diversen Kleinarbeiten und Anpassungen an die örtlichen Gegebenheiten sind zeitaufwendig. Die Arbeiten sind zurzeit noch nicht ganz abgeschlossen. Nun kommt es darauf an, die durch die Einbringung des Untergrunds eingebrachte Feuchtigkeit so schnell wie möglich aus dem Kirchenraum herauszubekommen.

Die Firma Albertoni hat die Arbeiten in der letzten Aprilwoche abgeschlossen.

 


Hier ein paar Bilder von den Sanierungsarbeiten des Altarraumes:

Der Altarraum vor dem Beginn der Sanierungsarbeiten.

 

 


 

Zum Schutz vor Staub, wurde eine Arbeitskabine errichtet. Die Abluft und der Staub konnten so gezielt aus dem Kirchengebäude befördert werden.

 

 

Der Außenarbeitsplatz der Steinmetze der Firma Albertoni, den sie zum Schneiden der Stein, den Mischarbeiten und der Lagerung der Sandsteinplatten nutzten.

 

Verrotteter Balken auf der linken Seite des Altarraumes.

 

Die Nahaufnahme des linken Balken gibt einen Eindruck, wie zerstört die Balken waren.

 

Der Erhaltungszustand des rechten Balken ist noch fataler! Es wurde höchste Zeit, dass der Altarraum saniert wurde.

 

Neu eingezogener Balken auf der linken Seite.

 

Eine weitere Ansicht des neu eingezogenen Balkens.

 

Der mächtige Kanzelaltar ruht auf einem Untergrund aus massivem Gestein.  Im Vordergrund sehen Sie den fertig gestellten Untergrund, auf dem dann die Sandsteinplatten verlegt wurden.

 

Neuer Untergrund an der Seite des Altarraumes.

 

Die Sandsteinplatten liegen zur Verlegung im Kirchenraum bereit.

 

Nach 257 Jahren haben nun die alten Sandsteinplatten aus gedient. Die erste Reihe der neuen Sandsteinplatten ist verlegt. Sie haben den Weg in unsere Kirchen gefunden und werden nun für die Ewigkeit mit dem Altarraum verbunden sein. Unsere Gemeindemitglieder und alle Besucherinnen und Besucher werden nun wieder sicheren Fusses durch die Kirche gehen können. Gott sei dank.

 

Zur Zeit sind die Sandsteinplatten nicht zu sehen. Diese wurden abgedeckt, da im Moment  das Gerüst, welches zur Restaurierung des Kanzelaltars aufgestellt wurde darauf ruht.



Autor: root -- 02.07.2009; 06:45:06 Uhr

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